Strolchgeschichte von der lebenslustigen Rosa

„Rosa ist wie ein 6er im Lotto plus Zusatzzahl.“
Franziska Ullmann erzählt uns die Geschichte ihres Strolches Rosa.

Erst gestern habe ich mich mit anderen Hundehaltern darüber unterhalten, wie Rosa und ich zusammengefunden haben. Was war mir wichtig, damit ich die Aussage treffen konnte: „Sie soll es sein“? Bin ich rein nach dem Aussehen gegangen oder hat mich doch etwas anderes von der Podenco-Mischlingshündin überzeugt? Charakter? Persönlichkeit?

„Rosa ist eine junge, lebenslustige Hündin“ und „Rosa liebt Menschen – egal ob groß oder klein – und lässt sich gerne beschmusen“ – so lautete die Beschreibung auf der Seite der Tierschutzorganisation Far from Fear e.V., die mich gemeinsam mit dem Punkt „Katzen kein Problem“ aufhorchen ließ. Ja sicher, auch Rosas Aussehen gefiel mir auf Anhieb, doch dieses spielte eine untergeordnete Rolle.

In erster Linie war mir die Persönlichkeit des zukünftigen Hundes wichtig. Nach 27 langen Jahren des Wartens sollte mein erster Hund einziehen und dieser sollte mich in meinem Praxisalltag als Ergotherapeutin begleiten. Der Hund (egal ob männlich oder weiblich, nicht ganz klein aber auch nicht ganz riesig, Farbe egal) sollte also in der Lage sein, in der Praxis ruhig auf seinem Platz zu warten. Auf Hausbesuchen sollte er mitkommen können, ohne für zu viel Trubel zu sorgen. Natürlich sollte er auch keinen Menschen fressen wollen. Und in der Freizeit mit mir Spaß haben.

Angekommen in Deutschland
Mit dem Seelenhund auf Fanø, DK, Foto: Ann-Kathrin Schmidt

Ziemlich viele „sollte“ aber doch bekam ich genau dieses Traumpaket von Hund!

Wie sage ich es gerne? „Rosa ist wie ein 6er im Lotto plus Zusatzzahl“. Ich holte sie in Spanien ab und es war wahnsinnig schnell klar, dass sie mein Seelenhund ist. Fünf Tage lebte sie sich in Deutschland ein, bewies, dass sie unsere Hofkatzen tolerierte, und hatte keinerlei Probleme damit, alleine zu bleiben. Dann begleitete sie mich bereits für die ersten Stunden zur Arbeit. Sie lernte schnell, dass ich sie niemals zurücklassen würde, legte sich bei den Hausbesuchen auf meiner Jacke ab und ging wie selbstverständlich überall mit hin. Rosa ist einfach ein unglaublich entspannter Hund!

Mit dem Seelenhund auf Fanø, DK

Ich bin dem Tierschutzverein dankbar dafür, dass die Beschreibung 100% zugetroffen hat. „Charakter: lustig und fröhlich. Verhalten mit Hunden: sehr gut. Verhalten mit Katzen: kein Problem.“ Es mag sein, dass auch ich einen Teil zu Rosas Ausgeglichenheit beigetragen habe, doch letztendlich ist sie einfach ein wahnsinnig toller Hund, der das Glück gehabt hat, in den ersten vier Lebensmonaten auf den spanischen Straße keine negativen Erfahrungen mit Menschen zu sammeln. Und auch im Tierheim, welches zum Tierschutzverein Asoka el Grande gehört, hat man sich wundervoll um sie gekümmert. Ein Lob für die engagierte Arbeit der Tierschützer vor Ort!

Gemeinsames Jaulen :D Foto: Ann-Kathrin Schmidt
Seelenhund, Foto: Ann-Kathrin Schmidt

Rosa hat mir den Einstieg in den Alltag als Hundehalterin sehr leicht gemacht. Für mich ist jeder Tag mit ihr eine wundervolle Erfahrung und bereichert mich ungemein. Gemeinsam lernen wir so viel Neues kennen. Die Freizeit spielt dabei die größte und wichtigste Rolle für uns. Wir beide sind sehr sportlich: von normalen Spaziergängen über Wanderungen, Dogtrekkings, Canicross, Dogscooter … ist vieles dabei. Wir lieben es, gemeinsam draußen zu sein. Wir schreiben jeden Tag unsere persönliche Geschichte und lassen uns dabei von dem inspirieren, was uns glücklich macht.

Ich persönlich habe keine Sekunde daran gezweifelt, dass es mit mir und Rosa klappen würde. Jeden Tag gemeinsam zu erleben ist für uns selbstverständlich. Durch Rosa lebe ich das Leben intensiver: ich bin mehr draußen, weiß die Natur mehr zu schätzen, lerne tagtäglich tolle Menschen kennen, erweitere meinen Horizont und liebe es, unsere Erlebnisse beim Bloggen festzuhalten.

Ein jeder Tag mit meinem Seelenhund ist etwas Besonderes.


www.lapibarosa.de

Foto: Ann-Kathrin Schmidt